Teil 2: Übersetzerin von Büchern nordischer Autoren
mit Gisela Seibt und Dr. Helmut Seibt, Wustrow
In den Jahren, in denen Käthe Miethe ihre Kinder- und Jugendbücher schrieb, übersetzte sie auch ähnliche Bücher nordischer Autoren, vor allem aus Norwegen, die dann oft auch in den Verlagen erschienen, die ihre eigenen Bücher herausbrachten. Mehrfache, zum Teil längere Aufenthalte im Norden und gute Sprachkenntnisse ließen sie zu einer gründlichen Kennerin skandinavischer Literatur werden.
Obwohl die Vorankündigungen und die Werbung für diesen Teil der Hommage wie bisher „liefen“, kamen wir bei der Teilnahme erstmals auf eine einstellige Zahl, wir waren heute zu sechst. Vielleicht liegen die Termine zwischen Stammtisch und Hommage zu dicht hintereinander, obwohl sich das im Vormonat nicht so ausgewirkt hat. Vielleicht ist die Thematik nicht so interessant, vielleicht … – Kaffeesatz.
Verwunderung rief die große Anzahl von Büchern hervor, die Käthe Miethe in den Jahren von 1923 bis 1952 übersetzt hat. Neben den eigenen Kinder- und Jugendbüchern, die sie schrieb, waren es auch wieder etwa 20. Hochachtung! Friedhelm Reinhard hatte zu diesem Thema bereits beim 2. Stammtisch am 10.11.2015 einen detaillierten Überblick gegeben. Schade, dass er heute verhindert war. Ich referierte das damals Gehörte in einer kurzen Zusammenfassung. Für das damalige Resümee stellte uns der Referent eine fünfseitige Zusammenfassung als Manuskript zur Verteilung zur Verfügung (Wer von den später hinzugekommenen Stammtischler daran Interesse hat, möge sich melden!).
Danach beschäftigten wir uns mit Gabriel Scott (1874-1958), von dem Käthe Miethe insgesamt acht Bücher übersetzt hat. Adolf Miethe hat bei seinen Aufenthalten in Norwegen Scott offenbar schon früh kennengelernt. Er, seine Frau und später auch Käthe beherrschten die norwegische Sprache. Es wurde sogar in der Familie gelegentlich auf Norwegisch korrespondiert.
Die Übersetzung des Buches „Die Quelle des Glücks oder der Brief vom Fischer Markus“ erschien 1923. Neben „Das eiserne Geschlecht“, dessen Übersetzung 1929 zunächst als Fortsetzungsroman in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ erschien, rechnet man es zu den reifsten Werken Scotts.
Wir verschafften uns einen Überblick über die Inhalte der beiden Bücher und lasen anschließend einige Stellen aus beiden Büchern, z.B. das von Markus gesungene Lied über 19 verschiedene Fische und einen Text über den Barsch aus dem Markus-Buch.
Den Feuilletonbeitrag über Gabriel Scott, mit dem Käthe Miethe in der DAZ den Fortsetzungsroman „Die eiserne Jungfrau“ (anderer Titel für die o.g. Buchausgabe) ankündigte, werden wir in unserer Reihe „Aus Käthe Miethes Feder“ auf www.seniorenbeirat-wustrow.de im Juli als Fundstück 46 veröffentlichen.
Da die im Teil II der Hommage in Rede stehenden Bücher in der Käthe-Miethe-Bibliothek bisher nur sporadisch vorhanden sind, entstand der Gedanke, sie je nach Möglichkeit antiquarisch anzukaufen und der Bibliothek als Spende des Käthe-Miethe-Stammtisches zu übereignen. Das könnte zum Abschluss der fünfteiligen Hommage erfolgen.


