Malerei und Zeichnungen

In seinen Lebenserinnerungen nennt Miethe die Malerei seine spätere Lieblingsneigung, zu der in seinen Berliner Studienjahren der Grundstein gelegt worden sei. Schon als Kind habe er zeitweise eifrig gezeichnet und gemalt. Sein „kleines Talent“ sei wohl ein Erbteil aus der väterlichen Familie, erstrecke sich aber „nur auf das Landschaftliche“. Er suchte Anregungen bei jungen Akademikern, mit denen er Malausflüge in die Berliner Umgebung unternahm. Die machten ihn auch auf die in Ahrenshoop entstandene Malerkolonie aufmerksam, wohin er 1901 erstmals reiste. Das Weitere ist bekannt.

Von jener Zeit an wurde der Malkasten sein ständiger Begleiter auf allen Reisen, neben dem photographischen Apparat. Im Laufe der Jahre seien Hunderte von Studien entstanden, deren größten Teil allerdings ein Dachstuhlbrand vernichtete. Einiges hat sich erhalten, auch in Büchern. So zeichnete Miethe für das Buch seiner Tochter „In das Eismeer verschlagen“ die Kapitelbilder und nutzte seine Krankenhausaufenthalte dazu, ein eigenes Buch mit Pastellbildern nach seinen bei der Expedition nach Assuan 1908 aufgenommenen Dreifarbenphotographien herauszugeben. Den Bildern stellt er erläuternde Texte im Stile heutiger Reiseführer an die Seite. In der Althäger Sommerfrische entstanden zwei Postkartenserien.

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