Käthe Miethe zu Althäger Themen in deutschen Zeitungen – eine Fortsetzung zu den „Fundstücken“ von den 6. Käthe-Miethe-Tagen.

mit Gisela Seibt und Dr. Helmut Seibt, Wustrow


Die Musik als Thema des letzten Stammtisches hat uns allen zu erfolgreichen Gesangsübungen verholfen, tritt für die weitere Arbeit aber wieder aus dem Scheinwerferlicht heraus.

Vielleicht läßt sich aber die von Lieselott von Bülow gelegte Spur weiter verfolgen. Von ihr gibt es auch ein „Fundstück“, das sich erst neulich im Hinstorff-Archiv finden ließ.

Inzwischen haben die Käthe-Miethe-Tage stattgefunden. Aus ihrer Nachbereitung gibt es vielleicht den einen oder anderen Gedanken für weitere Stammtische.

Beim „Arbeits-Kaffeetrinken“ zur Vorbereitung des nächsten Stammtisches, zu dem wir erstmals im Resümee des letzten Stammtisches eingeladen hatten, trafen wir in Malchens Café zwar auf viele besetzte Tische, wir blieben an dem unsrigen aber allein. Schade.

Für den 6. Stammtisch bleiben wir bei dem im letzten Resümee vorgeschlagenen Thema.

Dazu haben wir Frau Gerda Propp eingeladen, von der wir uns manch Wissenswertes über Käthe Miethe erhoffen, kennt sie sie doch noch aus persönlichen Begegnungen.

Wir möchten am kommenden Dienstag auch Diskussionen anregen zum weiteren Umfang mit den vorliegenden journalistischen „Fundstücken“, ihrer monatlichen Publizierung zum Beispiel nach Themenkreisen oder ihre mögliche Erweiterung durch geeignete Textstellen aus den frühen Jungmädchen-Büchern Käthe Miethes.

Beginnen wollen wir wieder mit dem Lesen eines Textes von Käthe Miethe.


Hatte Käthe Miethe im März schon zum Geburstag 24 und zum Todestag 25 Interessierte zu den dortigen Aktivitäten gelockt, kamen jetzt noch einmal 21 zum Stammtisch.

Zu Beginn las Frau Matthias „Erwartung des Sommers“, einen Beitrag von Käthe Miethe, den sie 1921 in der „Neuen Frauen-Zeitung“ veröffentlichte und den heutige Leser inzwischen an zwei Stellen nachlesen können. Damalige Vorbereitungern auf die neue Saison kamen uns Nachgeborenen gar nicht so fremd vor. Wir waren auch mitten im Geschehen, wenn mit „unten im Dorf beim Bäcker wird eine Veranda gebaut“ etwas beschrieben wird, was wir in Malchens Café jetzt nur noch „umgebaut“ wiederfinden können.

Damit hatten wir den passenden Einstieg ins aktuelle Stammtischthema Käthe Miethe und Althagen. Frau Propp konnte aus ihren Begegnungen mit Käthe Miethe manch Interessantes berichten, ebenso Frau Drews, Frau Seibt und Herr Saatmann. Die Anwesenden erfuhren so u.a. von Frau Propps erster Begegnung mit Käthe Miethe als Fünfjährige in der Gärtnerei ihrer Eltern in Wustrow, vom Stammplatz auf dem schwarzen Sofa in der Gaststube des Boddenhauses in Althagen, vom Befragen alter Seeleute, das im Niehäger Kap der Guten Hoffnung stattfand, nicht im Althäger Boddenhaus, dort schrieb sie und genoß den noch unverbauten Blick auf den Bodden, von Frau Wok und von Frau Sidol, wie sie sich nennen ließ, von einer Zusammenkunft der Freiwilligen Feuerwehr in Althagen, zufällig am Todestag von Käthe Miethe, vom Helfen bei Gartenarbeiten in der B 54 durch die Drewskinder aus der Nachbarschaft und die unterschiedlichsten Formen der „Entlohnung“ dafür, von Kapitän Viergutz´ Bericht über eine Veranstaltung in der Seefahrtschule, auf der er Käthe Miethe getroffen hatte, von der Freundschaft zwischen Käthe Miethe und der Wustrower Kantorin Inge Lettow.

Von der Serie „Aus Käthe Miethes Feder“, die mit dem aktuellen „Fundstück 18“ in diesem Monat fortgesetzt wurde, konnte ich berichten, dass es dafür noch einen reichlichen „Vorrat“ gibt. Von den derzeit 98 bekannten Fundstücken sind inzwischen 56 nachgedruckt, zum Teil mehrfach. Für das weitere Vorgehen wäre eine thematische Gruppierung denkbar, zusätzliche Fundstücke könnten auch kurze Teile aus nicht mehr verlegten Büchern Käthe Miethes sein, die Darstellungen zur Geschichte des Fischlandes zum Gegenstand haben oder sich mit Land und Leuten beschäftigen.

Zum Abschluss las ich „Käthe Miethe zum Gedächtnis“ von Lieselott von Bülow, ein unveröffentlichtes Manuskript, das ich im Archiv des Hinstorff-Verlages fand. Familie von Bülow war langjähriger Althäger Sommergast bei Käthe Miethes Nachbarn. Wir erfuhren z.B. von Käthe Miethes lebenslanger Liebe zur Musik, „besonders zu der von Johann Sebastian Bach“, wie Frau von Bülow schreibt. „Nach 1945 versammelte sie musikbegeisterte Menschen des Fischlandes um sich. … Bis zu ihrem Tode gab sie in monatlichen Hausmusikabenden freigebig aus ihrem reichen musikalischen Wissen und Können“.

Für den nächsten Stammtisch haben wir von Herrn Klünder die Zusage für seine Teilnahme. Wir wollen weiter über Illustrationen zu Käthe Miethes Büchern sprechen, diesmal über die Arbeiten von Fritz Koch-Gotha und Arnold Klünder, dem Großvater und dem Vater von Herrn Klünder. Eine spätere Fortsetzung dieser kleinen Reihe kündigt sich für Arbeiten von Georg Hülsse an, zu der wir Herrn Peter Hülsse eingeladen haben.


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