mit Hannelore Matthias, Ursula Henkel, Gisela Seibt und Dr. Helmut Seibt, Wustrow
Ort und Zeit dieses letzten Stammtisches in 2016 haben andere Koordinaten. Wegen der Feiertage wollten wir den 4. Dienstag nicht nehmen und für einen anderen Termin war der Saatmannsche Terminkalender schon ziemlich dicht. Bei unserer Nachfrage in der Ahrenshooper Mühle fanden wir bei Frau Bartoschek vom Mühlen-Cafe gleich ein großes Interesse an unserem Stammtisch und mit ihr auch einen geeigneten Termin.
Wir werden uns im Schweden-Cafe im Erdgeschoss der wiederaufgebauten Mühle mit einigen Texten hiesiger Autoren auf die Weihnachtszeit einstimmen und „vorbereiten“. Wir wurden bei Käthe Miethe, Friedrich Wilhelm Droß und Gerhard Ringeling fündig. Vielleicht können Sie das noch ergänzen.
Mit großer Freude können wir mitteilen, dass wir beim Singen von Weihnachtsliedern eine Akkordeonbegleitung haben werden. Wie seinerzeit bei den Ostseeliedern hat Frau Henkel auch jetzt zugesagt.
In der neuen Umgebung haben wir uns gleich wohlgefühlt. Unserer Einladung in die Mühle folgten 13 Interessierte – ein anderer Wochentag, eine andere Anfangszeit, die Vorweihnachtszeit waren für andere vielleicht „Fehlgründe“, wenn auch die Ostsee-Zeitung diesmal die Einladung gleich an drei Tagen druckte.
Mit den besten Wünschen der Familien Köppke sen. und jun. und von Frau Bartoschek nach gutem Gelingen bedacht und von Frau Oswald und Herrn Lesemann gut umsorgt, konnten wir uns mit Weihnachtlichem vom
Fischland beschäftigen.
Den Auftakt bestritten Frau Matthias (Texte) und Frau Henkel (Akkordeon) mit einem Programm, das uns mit einigen Weihnachtsliedern und mit hoch- und niederdeutschen Texten im Denken, Fühlen und Singen weiter auf Weihnachten voranbrachte. Beim Singen haben wir bis zum Weihnachtsabend wohl noch einige zusätzliche Übungen zu absolvieren…
Nach einem kleinen Imbiss, der uns Suppen bzw. Brotteller der Mühlenküche auf den Tisch brachte, die überall Anklang fanden und nur weiterempfohlen werden können, machten wir uns mit einigen Arbeiten verschiedener Autoren zum Thema „Fischländische Weihnacht auf See und an Land“ näher vertraut.
Dabei redete uns Käthe Miethe zu Anfang gleich richtig ins Gewissen, die in ihrem Beitrag „Schenken – Geschenk“ vom 09. 12. 1925 schon die Leser der damaligen „Thüringer Allgemeinen Zeitung“ über gute und weniger gute Schenkgewohnheiten nachdenken ließ (Nachlesbar im Infoblatt des Wustrower Seniorenbeirates Nr.1/2009 bzw. als Fundstück Nr. 15 auf dessen Internetseite).
Die in „Rauchfahnen am Horizont“ beschriebene Szene des Weihnachtsbaumaufstellens durch Kapitän Niemann in seinem Wustrower Wohnzimmer machte Eigenschaften deutlich, die Käthe Miethe schon früher in „Alte Kapitäne gehen vor Anker“ beschrieben hat: Pedanterie, Akuratesse, Befehlsgewohnheit.
Gerhard Ringeling schildert in „Fischländer Weihnacht“ den vermeintlichen Seemannstod eines Steuermanns aus dem Jahre 1794, der am Weihnachtsabend aber mit einer geglückten Rettung von einem vor dem Darß im Eis eingeschlossenen und sinkenden Schiff endet.
Mit „Sylvesterfahrt“ von Friedrich Wilhelm Droß eilten wir der Jahreszeit zwar etwas voraus, waren aber doch in der Vergangenheit unterwegs – mit der Postkutsche durch Dunkelheit, Schnee und Eis von Ribnitz auf das Fischland.
Abschließend informierten wir noch über den derzeitigen Stand des Projekts zur Herausgabe des von Käthe Miethe hinterlassenen Manuskripts „Zu den „Glücklichen Inseln““: Mögliche Förderung durch den Heimatverband MV e.V., Hinstorff-Verlag, Druckkostenzuschuss, Einwerbung diesbezüglicher Spenden.
Für einige Stammtische in 2017 gibt es inzwischen Themenabsprachen. Im Januar wird Herr Schimmelpfennig das Buch über die Nebelstation vorstellen, dann wieder am 4. Dienstag des Monats und wieder in Malchens Café.


