mit Heidi Bergmann, Zwickau/Wustrow
Der Bakelberg als Sehnsuchtsort – zunächst in Malchens Café und dann auf dem Hohen Ufer.
Unser ursprüngliches Vorhaben, den Stammtisch gänzlich auf dem Bakelberg stattfinden zu lassen, möchten wir Ihnen etwas modifiziert anbieten:
Wir freuen uns, dass Heidi Bergmann wieder zu Gast bei uns ist. In Lyrik und Prosa wollen wir uns mit dem Mont Everest des Fischlandes und seinen vielfältigen Beziehungen zu Land und Leuten beschäftigen, seien es Hiesige oder Isenbohner, seien es Gestrige oder Heutige.
In einem zweiten Teil laden wir Sie dann noch zu einem Spaziergang ein, der uns vom Niehäger Kiel (Bushaltestelle, Parkplatz) an diesem langen Sommerabend im Juni zum Bakelberg führen soll. Vielleicht erleben wir dort – nochmals in die Lyrik eintauchend – einen schönen Sonnenuntergang.
Schon der 45. Stammtisch, kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht.
Der übermäßigen Hitze war aber diesmal Tribut zu zollen. Um 19 Uhr war das Thermometer immer noch nicht unter 30 Grad gefallen, Schwüle überall, seit Tagen.
Zum Stammtisch fanden sich 19 Interessierte zusammen. Wir hatten – entgegen der ursprünglichen Absicht – zunächst in Malchens Café eingeladen und wollten dann zum Bakelberg aufbrechen, um einen schönen Sommerabend mit Lyrik und Sonnenuntergang auf dem Hohen Ufer zu genießen. Alle waren sich aber schon vor Beginn darin einig, dass dieser zweite Teil an diesem heißen Tage niemanden zumutbar sei.
Frau Bergmann vermochte es auch diesmal, uns schnell in ihre Arbeiten eintauchen zu lassen, uns auf den Bakelberg mitzunehmen, uns die besondere Stimmung erleben zu lassen, die dieser „schönste Ort auf der Welt“ eben ausstrahlt. Gedichte und Prosa wechselten dabei einander ab, ergänzt mit Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte und eigenem Erleben. Da brachte sich dann auch bald der Zuhörerkreis ein, mit „Fischlandgesprächen“.
Erstmals las Frau Bergmann einen Text zur Freikörperkultur, wie sie diese hier erlebt hat, wieder mit Resonanz und Berichten anderer Teilnehmer. Bei Vergleichen zwischen gestern und heute, die dabei angestellt wurden, obsiegte oft die Vergangenheit.
Mit Wehmut nahmen wir am Schluss die Ankündigung von Frau Bergmann zur Kenntnis, dass sie im kommenden Jahr beim Stammtisch nicht noch einmal mit einem eigenen Thema auf das Podium steigen möchte, dem Alter geschuldet und „Neues“ würde inzwischen weniger entstehen. Schade, meinen wir.
Da am Ende jedes Stammtisches unsere „Holzkuh“ Nahrung erhält, können wir mit dem folgenden Satz schließen: Wie inzwischen üblich, bedankten wir uns für den schönen Abend mit einem Buchgeschenk. Von den drei angebotenen Miethe-Büchern wählte Frau Bergmann „Unser Haus in Althagen“, wir schrieben unseren Dank auch in das Buch. Nun wünschen wir noch ein neugieriges Stöbern in den Briefen der Familie Miethe aus den Jahren zwischen 1901 und 1927.


