11.03.1893 in Rathenow
12.03.1961 in Ahrenshoop
1893 wird Käthe am 11.03. als zweites Kind von Adolf und Marie Miethe in Rathenow geboren. Dort war der Vater seit 1891 als Wissenschaftlicher Beirat in der Optischen Industrieanstalt von Schulze & Bartels beschäftigt.
1894 zieht die Familie nach Braunschweig. Der Vater hatte das Angebot von Voigtländer & Sohn zum Eintritt als Mitarbeiter angenommen.
1899 zieht die Familie nach Berlin. Dem Vater war der Lehrstuhl für Photochemie und Spektralanalyse an der TH Charlottenburg angeboten worden.
Käthe Miethe und ihre 2 Jahre ältere Schwester Inge besuchen eine Privatschule.
1901 macht die Familie erstmals Urlaub in Althagen. Der Vater kauft die Büdnerei 10, die er als Sommerdomizil herrichten läßt. In den Jahren zuvor fuhr man zum Urlaub immer nach Norwegen, auch mit den Kindern.
1909 schließt Käthe die Höhere Mädchenschule von Clara Keller in Charlottenburg ab.
1914 legt sie die Diplomprüfung für den mittleren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken ab.
Im ersten Weltkrieg arbeitet sie zunächst für das Rote Kreuz in Belgien,
1916 wechselt sie am Jahresende nach Holland als Lektorin in die Auslandshilfsstelle des MAA in Haag.
1916 kauft Adolf Miethe für seine Tochter Käthe in Althagen die Büdnerei 54.
1917 wird ihr für die Arbeit während des Krieges das Verdienstkreuz für Kriegshilfe verliehen.
1919 wird sie Redaktionssekretärin beim Feuilleton der DAZ. Damit beginnt auch die eigene journalistische Arbeit. Später wurde sie freie Mitarbeiterin.
Während der Inflation hat sie „das Steuer umgeworfen“ und wurde „Reisende in Buchungsmaschinen in Norwegen“.
1924 kehrte sie nach Deutschland zurück. Da hatte sie schon ihr erstes Buch geschrieben.
In den folgenden Jahren nahm sie die journalistische Arbeit wieder auf, schrieb eigene Kinder- und Jugendbücher, übersetzte aber auch zahlreiche aus nordischen Sprachen.
1927 starb überraschend ihr Vater in Berlin. Er wurde auf dem Alten Friedhof in Potsdam im Familiengrab beigesetzt.
Die journalistischen Arbeiten Käthe Miethes erschienen in den 1920-1930-er Jahren in zahlreichen Zeitungen, auch in den Mecklenburgischen Monatsheften von Peter E, „bis mir 1933 die Presse verleidet war“.
1939 „zog ich dann endgültig in meinen Katen auf dem Fischland“, andere Quellen sprechen von 1936.
1946 stirbt die Mutter, die während des Krieges in Althagen lebte. Ihr Grab fand sie auf dem Wustrower Friedhof.
Die intensive Beschäftigung Käthe Miethes mit dem Fischland, mit seiner Geschichte, führte nach dem Ende des zweiten Weltkrieges zum Entstehen der Fischlandbücher, „dann kam das Fischland dran“. Diese Bücher erschienen ab 1948 mit einer Ausnahme alle im Hinstorff-Verlag.
In Althagen beteiligte sie sich an der Gründung einer Förderschule für ältere Schüler, die nach dem Kriegsende zunächst ohne Unterricht blieben. Sie war in Ahrenshoop Gründungsmitglied des Kulturbundes, veranstaltete Hausmusikabende, führte Buchlesungen durch.
In Rostock arbeitete Käthe Miethe im Hinstorff-Verlag auch als Lektorin und gab eine Reihe neuer Heimatbücher heraus.
1957 schlug die Universität Rostock vor, Käthe Miethe den Nationalpreis zu verleihen.
1961 starb Käthe Miethe am 12.03., einen Tag nach ihrem 68. Geburtstag in ihrem Haus in Althagen und wurde in Wustrow zu Grabe getragen, wo nun Mutter und Tochter in einem Grabe ruhen.




