Käthe Miethe – In eigenen Worten

11.03.1893 in Rathenow
12.03.1961 in Ahrenshoop

Ich müßte auf dem Fischland geboren sein, setzen viele meiner Leser voraus. Tatsächlich ist die Geburtsstadt Rathenow als zufällig anzusehen. Ich habe immerhin 40 Jahrelang in Berlin gelebt, wo mein Vater, der Geheime Rat und Professor, an der Technischen Hochschule lehrte.

Ein, wie man zu sagen pflegte, gutes Elternhaus sicherte mir das zweifelhafte Vergnügen, eine höhere Töchterschule zu besuchen.

Ja, geboren 1893, die Schule mit wenig Erfolg beendet, mußte ich praktisch feststellen, daß mir der Beruf einer Bibliothekarin nicht lag, weil ich vor lauter Büchern nicht zum Lesen kam. Meine Lieblingsdichter? Die großen Skandinavier! Immer wieder Jens Peter Jacobsen.

Im 1. Weltkrieg in Belgien als Rotkreuz-Helferin, in Holland als Referentin beim „Presseattaché“, lernte ich hinterher das Schreiben in einer Berliner Zeitung. Als ich mir für das Honorar eines Feuilletons nur noch die Nummer kaufen konnte, habe ich das Steuer umgeworfen, bin Reisende in Buchhaltungsmaschinen in Norwegen geworden. Ende 1924 wieder in Deutschland als Journalistin, bis mir 1933 die Presse verleidet war. 1939 zog ich dann endgültig in meinen Katen auf dem Fischland.

Vor jeder festen beruflichen Bindung habe ich seit meiner Bibliothekszeit einen Horror gehabt. So wurde ich Jugendbuchautor — und dann kam das Fischland an die Reihe .

Zitat: Klappentext zu „… und keine Möwe fliegt allein“


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„Alles war so ganz anders als die Welt, die wir bisher kennengelernt hatten.

Käthe Miethe

Schriftstellerin

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