Eine fünfteilige Hommage zum 125. Geburtstag

Teil 4: „Nun kam das Fischland dran“ – Käthe Miethe als Autorin und Herausgeberin von Heimatbüchern –

mit Gisela Seibt und Dr. Helmut Seibt, Wustrow



Nach 1945 „kam das Fischland dran“. Jetzt entstanden ihre heute noch präsenten, bekannten, immer wieder aufgelegten Erzählungen und Romane über Geschichte und Gegenwart dieser Gegend, die Käthe Miethe ihr Leben lang kannte und in die sie in den 1930-er Jahren endgültig gezogen war. Mit einer (frühen) Ausnahme erschienen diese Bücher alle im Hinstorff-Verlag. Weniger bekannt ist, dass sie bei Hinstorff auch als Herausgerberin von Heimatbüchern anderer Autoren tätig war.


Im 4. Teil der Hommage beschäftigten wir uns mit der Arbeit von Käthe Miethe als Autorin und Herausgeberin von Heimatbüchern, die sich alle mit dem Fischland bzw. dessen näherer Umgebung beschäftigen. Bei herrlichem Sommerwetter saßen wir wieder (schon das dritte Mal) an dem großen Tisch vor der Bibliothek im schattigen Althäger Abend. Das Thema fand insgesamt 14 Interessenten, auf dem Tisch lagen die Bücher, Käthe Miethe schaute uns von einem Foto des Gemäldes von Thekla Köhler-Aschenbach aus, das wir in die Hecke an der Grundstücksgrenze hängten, zu.

Es wurde vor allem ein Abend der persönlichen Erinnerungen an Käthe Miethe. In den Familien Wegscheider, Kahlert, Dillwitz, Drews und Hoppe, aus denen manches berichtet wurde, ist die Erinnerung an diese Schriftstellerin noch erstaunlich wach und vielseitig.

Ein weiterer Themenkreis waren verschiedene Begebenheiten aus der Geschichte unseres Landstrichs und der damaligen Menschen, die uns Käthe Miethe in ihren Büchern nahegebracht hat und die uns und den uns Nachfolgenden in Bibliotheken bzw. Buchhandlungen weiter als Lektüre zur Verfügung stehen. Vom Käthe-Miethe-Stammtisch konnte berichtet werden, dass nach der Erstauflage 2017 von „Zu den Glücklichen Inseln“ noch in diesem Jahr eine erweiterte Neuauflage von „Zur rechten Stunde“ erscheinen wird, nun aber unter dem ursprünglichen Titel „Die Herrgottsuhr“. Auch dieses Projekt konnte durch die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln für einen Druckkostenzuschuss realisiert werden.

Mit diesem 4. Teil der Hommage schließt sich der Überblick über das literarische Schaffen von Käthe Miethe, das sich über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten erstreckt. Eine Zusammenfassung wollen wir dann im abschließenden 5. Teil unserer Hommage versuchen.

Die dann anstehenden nächsten Ahrenshooper Literaturtage werden Anfang Oktober mit der Neuauflage von „Unterm eigenen Dach“, dem persönlichsten Buch Käthe Miethes, eine Lücke im Angebot ihrer Bücher schließen. Zuletzt wurde dieses Buch in den frühen 1990-er Jahren verlegt.


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