mit Gisela Seibt und Dr. Helmut Seibt, Wustrow
Die Idee zur Etablierung eines derartigen Stammtisches entstand während der 5. Käthe-Miethe-Tage im März 2015. Einen besseren Ort dafür als Malchens Café im Apart-Hotel Saatmann kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Bei der dortigen Buchpräsentation von “Unser Haus in Althagen“ fand ein zahlreiches Publikum Gefallen an diesem Gedanken, allen voran Familie Saatmann. Miethes waren seinerzeit mit ihrer B 10 schon im Norderende ansässig als Saatmanns 1910 auf der anderen Seite des Weges mit dem Bau ihrer Büdnerei begannen.
Von Käthe Miethe gibt es zahlreiche „Fundstücke“, die auch heute noch lesenswert sind. Diese kurzen Feuilletonbeiträge aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts könnten für den Stammtisch den Anfang bilden. Er sollte sich aber nicht auf diese eine Autorin und auf die Fischländer Vergangenheit beschränken.
Aktiv und passiv Interessierte sind herzlich eingeladen
Schön, dass der Gedanke von den diesjährigen Käthe-Miethe-Tagen sich nicht nur einmal im Jahr mit heimatgeschichtlichen Dingen zu beschäftigen, nun mit diesem Stammtisch eine weitere Heimstatt erhalten kann. Schön auch, dass Frau Saatmann uns dafür Malchens Café als geschichtsträchtige
Stätte auch außerhalb der Öffnungszeiten anbietet. Kunst und Literatur sind auf dem Fischland schon seit über 100 Jahren immer wieder „bei Saatmanns“ zu Hause gewesen. Nicht nur die Großmutter Malwine der heutigen Besitzerin war dafür in der Vergangenheit eine gute Adresse. Malchen, wie sie jeder nannte, blickt vom Friedhof auf dem Schifferberg sicherlich sehr wohlwollend auf unsere heutige Zeit, die sich nun im Rahmen eines Stammtisches mit ihrer damaligen Zeit beschäftigen möchte – vorwiegend, wenn auch nicht ausschließlich. Die Stammtischgründer beabsichtigen nämlich bei ihren
monatlichen Zusammenkünften, sich mit einzelnen Aspekten aus dem Leben und Werk von Käthe Miethe zu beschäftigen, der heute noch viel gelesenen Chronistin dieses Landstrichs, daneben aber auch mit anderen Autoren aus Vergangenheit und Gegenwart, die in irgendeiner Beziehung zum Fischland standen oder stehen. Vergessene Texte lesen – Erzählungen, Romane, Sachbücher, Lyrik, Essays, Feuilletonbeiträge, Manuskripte -, damit zusammenhängende Informationen zusammentragen, sie mit heutigen Augen betrachten, Heutiges dem an die Seite stellen – Inhalte für viele Monate können sich daraus ergeben.
Die 14 Anwesenden stellten sich kurz vor und brachten ihre Erwartungen an die künftige Arbeit zum Ausdruck. Unsere Form von Stammtisch wird wohl so aussehen: Die Gesprächsrunde möchte sich zunächst jeweils für die nächste Zusammenkunft auf ein Rahmenthema verständigen, das dann mit Textbeispielen und Gesprächen „bearbeitet“ wird, bisweilen mit einer Einführung beginnend, auf die sich ein Teilnehmer vorbereitet.
In der ersten Zusammenkunft wurden im Gespräch unterschiedliche Lebensabschnitte von Käthe Miethe kurz gestreift, ein Überblick über einzelne Schaffensperioden erarbeitet, Erinnerungen an sie ausgetauscht, über die jährlich stattfindenden Käthe-Miethe-Tage und die monatlich erscheinende Serie „Aus Käthe Miethes Feder“ (www.seniorenbeirat-wustrow.de) und in Ahrenshoop und Wustrow anderzeit 7 Stellen ausliegende Lesemappen, bisher 13 Folgen) informiert.
Die 2. Sitzung findet am 10. November statt, wieder ab 19 Uhr in Malchens Café. Herr Reinhard hat dafür zumThema „Käthe Miethe als Übersetzerin“ (vorläufiger Titel) eine Einführung angeboten.


