-aus Krankheitsgründen geändert-
mit Gisela und Dr. Helmut Seibt
Der Stammtisch findet im November eine Woche früher als gewöhnlich statt.
Wir freuen uns auf eine Lesung, mit der uns Cornelia Crohn Einblicke in ihre Arbeit als Herausgeberin und als Autorin geben möchte:
Käthe Miethe „Die Dinge kommen“, Essays, Ansichten vom Fischland und der Welt; herausgegeben von Cornelia Crohn, 3. Auflage August 2017
Cornelia Crohn „Fischlandsommer“ und elf weitere Geschichten BS Verlag Rostock 2015
Cornelia Crohn Gedichte
Dabei oder danach werden wir sicherlich mit der Autorin in interessante Gespräche kommen.
Wir möchten unsere Zusammenkunft abschließend auch nutzen, um unseren Jahresabschluss in der Ahrenshooper Mühle vorzubereiten und über die Planungen für das nächste Jahr zu informieren.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen guten Abend!
Eingeladen hatten wir zu einem Thema, das nicht verhandelt werden konnte, ein Novum. Cornelia Crohn war erkrankt, die Nachricht erreichte uns am Vormittag.
Vor wenigen Tagen ist in Ahrenshoop Wolfgang Schreyer gestorben, kurz vor seinem 90. Geburtstag. Das war uns Anlass seiner zu gedenken. Damit waren auch die 13 Teilnehmer einverstanden, sodass alle blieben.
Einen Schreyer gewidmeten Stammtisch können wir nun zu Lebzeiten mit ihm nicht mehr gestalten. Die seit längerem bestehende Anfrage verschieben wir auf eine Zeit, in der wir sie dann vielleicht mit seiner Frau und/oder seinem Sohn realisieren können.
In einem biographischen Überblick, den wir uns aus Zeitgründen am Nachmittag schnell mittels Wikipedia verschafft hatten, blickten wir zunächst auf einzelne Stationen seines Werdegangs, wobei die über 40 Romane und Erzählungen, die seit 1952 in einer Gesamtauflage von über 5 Millionen
Exemplaren erschienen sind, davon über 10 nach 1989, im Mittelpunkt standen. Sieben davon wurden verfilmt (vier Defa-Filme und drei TV-Serien).
Wolfgang Schreyer (1927 – 2017) hatte sein Ahrenshooper Haus von Kurt Maetzig (1911 – 2012) gekauft, der 1961 und 1964 zwei Arbeiten von Schreyer für die Defa verfilmte. Dadurch bot sich für uns auch ein Blick auf Maetzigs Biographie an, der 1946 die Defa mitgründete, im selben Jahr Initiator und
erster Direktor der Wochenschau „Der Augenzeuge“ wurde und 1947 mit „Ehe im Schatten“ den zweiten namhaften deutschen Nachkriegsfilm drehte. Wolfgang Staudte hatte 1946 „Die Mörder sind unter uns“ gedreht, ebenfalls bei der Defa.
Aus „Ahrenshooper Begegnungen“ (2008) las ich anschließend die ersten beiden Kapitel, die die ersten Jahre Schreyers im Haus Niemannsweg 1 schildern. Anwesende ältere Ahrenshooper und Althäger trugen anschließend mit eigenen Erinnerungen zur Diskussion mancher Zeit- und Dorfereignisse aus den 1940-er bis 1960-er Jahren bei.
Abschließend ergänzten wir die bisherigen Planungen für das nächste Jahr und nahmen erfreut davon Kenntnis, dass inzwischen noch ein Manuskript aus Käthe Miethes Feder aufgetaucht ist. Als wir uns bei Frau Wihan mit den gewünschten Freiexemplaren für die Druckerlaubnis von „Zu den „Glücklichen
Inseln““ bedankten, bekamen wir erneut einen Schnellhefter mit (diesmal) 145 Schreibmaschinenseiten – „Die Herrgottsuhr“. Die Freude darüber war groß und schnell herrschte Einmütigkeit auch dieses Manuskript zu veröffentlichen. Wir werden es im nächsten Jahr zunächst bei einem Stammtisch näher vorstellen und uns ggf. wieder etwas für die „Mühen der Ebenen“ einfallen lassen.


