Ok de Harwst hätt schöne Thieden – Ein plattdeutsches Programm, passend zur Jahreszeit

mit dem Plattdütsch-Vedrein „Klönsnack – Rostocker 7“


Unsere Kontakte zu den Rostocker Plattsnackern begannen vor sechs Jahren. Da konnten wir die Rostocker zu unserem 20. Stammtisch über Kurt Dunkelmann begrüßen.

Seitdem haben auch wir uns immer wieder mit dem Plattdeutschen beschäftigt. Nun freuen wir uns auf eine erneute Begegnung mit den Rostockern, die sich „nicht blots de plattdütschen Sprak annahmen“, sondern „ok de Sitten un Bräuche, so as dat in Mäkelborg wäst is, plägen“, wie sie schreiben.

2009 wurden sie für ihre Arbeit mit dem Kulturpreis der Stadt Rostock geehrt, kürzlich erhielten sie vom Verein Deutsche Sprache die Auszeichnung als „Sprachvorbild“.


Diesmal konnten die 26 Teilnehmer liebe Gäste begrüßen. Der Rostocker Plattdütsch-Verein „Klönsnack-Rostocker 7“ war schon einmal bei uns in Malchens Café zu Besuch, wir waren auch schon in seiner Dunkelmann-Stuw. Der Verein gründete sich 1995, heute zählt er etwa 80 Mitglieder. Nach mehreren Stationen fand er 2013 seine jetzige Heimstatt in Lütten Klein. Nun also ein Wiedersehen, nach längerer Pandemie-Pause.

Wir erlebten einen plattdeutschen Abend, den die drei „Klönsnacker“ sehr abwechslungsreich gestalteten. Als Ehrenamtler waren sie auf der Bühne, die sie sich schnell selbst einrichteten, mit Text- und Notenständer, Mikrofon und vielen Schnüren, richtige Profis. Ihre Freude an den dargebotenen Texten und Melodien sprang auch bald auf uns Teilnehmer über, Mitschunkeln und Mitsingen war angesagt. Immer wieder mit Lachern und Beifall quittiert, ließen sich in Malchen Café immer mehr auf die plattdeutsche Sprache ein. Das gefiel natürlich den Akteuren.

Gelesen und gesungen, immer wieder durch das Akkordeon unterstützt, ging es in Vergangenheit und Gegenwart quer durch das plattdeutsche Land. Tarnow, Brinckman und Reuter war die Klassiker, heutiges kam aber auch nicht zu kurz.

Wir blieben aber nicht nur in Mecklenburg, schon mit Martha Müller-Grählert kamen wir ins benachbarte „Ausland“. Sowohl bei „Wo die grünen Wiesen leuchten weit und breit“, als auch „Wo die Ostseewellen trecken an den Strand“ war die Textsicherheit aller Anwesenden wohl 100%-ig, wenigstens bei den ersten Strophen. Das war dann auch Auftakt für weitere „Reisen“: Nachts um halb Eins kamen wir auf die Reeperbahn, mit La Paloma flogen wir dann noch weiter, als ob Hans Albers zwischen uns gestanden hätte.

Ein schöner Abend! Danke!

Wer unsere Gäste noch näher kennenlernen möchte, der kann das auf deren Webseite tun:

https://www.kloensnack-rostocker7.de


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