„Mine Heimat“ – das Ostseewellenlied, die Geschichte dahinter und andere in unserer Region gesungene Heimatlieder – ein Liedgut-Streifzug – historisch

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Nachdem das Thema des letzten Stammtisches auf ein überraschend großes Interesse gestoßen ist, zum Literarischen kam im vorigen Monat das Grafische, wollen wir diesmal das Literarische mit dem Musikalischen verbinden.

Die Musik hatte im Leben der Familie Miethe ihren festen Platz. Käthe Miethe saß immer wieder am eigenen Klavier, ein Akkordeon war im Hause. Schwester Inge spielte sehr gut Violine, spielte Klassik, nicht nur als Hausmusik. In der Sommerfrische entstand in der Büdnerei 10 extra ein „Musikzimmer“, um in unterschiedlichen Besetzungen Kammermusik im Quartett zu spielen. Über Volksmusik in der Familie findet sich nachträglich wenig.

In jedem Landstrich sang man in der Vergangenheit seine Lieder, heute hat sich das geändert, es entsteht aber auch Neues. Der diesmalige Stammtisch will Lieder der deutschen Ostseeküste in den Mittelpunkt rücken. Dazu wird Frau Mehrwald sprechen, die auch ihren Mann mitbringen wird.

Die Schönheit des Ostseelandes wird nicht nur in dem bekannten Ostseewellenlied besungen. Vermutlich werden die schönsten Heimatlieder in der Ferne geboren. Die verzehrende Sehnsucht und das Schmachten der Seele treiben den unter Heimweh Leidenden an, seine Ode an die Heimat in Versen zu Papier zu bringen. Die teils überschwängliche oder den Gegenstand der Betrachtung mystisch überhöhende Huldigung der Heimat wurde in manchen Fällen zu einer regionalen oder auch Landeshymne.

Auch das Ostseewellenlied „Mine Heimat“ wurde in der Ferne geschrieben. Hinter diesem schönen Heimatlied verbirgt sich aber auch eine traurige Geschichte, über die beim Stammtisch mehr zu erfahren ist.

In dem kleinen heimatlichen Liedgut-Streifzug werden auch das Mecklenburger Heimatlied, das Pommernlied, das Ostpreußenlied, das Wustrow-Lied und das Fischland-Lied nicht fehlen, ebenso nicht Der alte Leuchtturm vom Darßer Ort sowie ein überraschender Ohrwurm aus der Neuzeit.

Das Ganze wird aber nicht akademisch, sondern sehr praktisch. Mit Klavier- und/oder Akkordeon-Begleitung durch Frau Henkel wollen wir uns „praktisch“ betätigen, Textzettel stehen zur Verfügung.

Beginnen werden wir mit dem Lesen eines Textes von Käthe Miethe.

Am Schluß sollen wieder weitere Absprachen für die künftige Arbeit stehen.


Schon die fünfte Runde, diesmal auch mit Musik und wieder mit neuen Teilnehmern, insgesamt waren wir am Schluß 17. Wir haben uns inzwischen wohl eingerichtet.

„Ständchentag“ hieß der Text von Käthe Miethe, der am Anfang stand. Die Blaskapelle kommt mit dem Dampfer, zieht von Haus zu Haus und spielt für jeden sein Ständchen, für Käthe Miethe: „Ich schieß den Hirsch“.

Damit waren wir bei der Musik, die uns diesmal beschäftigte. Mit Frau und Herrn Mehrwald machten wir einen Streifzug durch regionale Heimatlieder. Das war ein Gewinn für alle, manchem brachte es manch neues nahe. Die Geschichte des Müller-Grählert-Gedichts, das wir alle als Ostseewellen-Lied kennen, ist der reinste Krimi. Die vorbereiteten Mehrwaldschen Textzettel machten uns beim anschließenden Singen sicherer und die Begleitung durch Frau Henkel gab uns immer den richtigen Ton vor. Ein wahres Gemeinschaftswerk, das wir da aufführten.

Der Streifzug machte aber auch noch bei anderen Liedern halt. Jedes Lied hat seine Geschichte, wenn auch manches Detail noch im Dunkeln liegt. Zu den vorpommerschen Ostseewellen kamen an diesem Abend das mecklenburgische „Wo die grünen Wiesen leuchten weit und breit“, das Pommernlied „Wenn in stiller Stunde Träume mich umwehen“ und das Ostpreußenlied „Land der dunklen Wälder“ hinzu.

Dann machten wir noch einen Sprung in unsere Zeit, zu dem uns Herr Mehrwald Hörproben einspielte: Wustrow-Lied, Fischland-Lied, „Der alte Leuchtturm vom Darßer Ort“ und „Der liebe Gott muss ein Rüganer sein“. Erkenntnis: man sollte öfter singen, es gibt auch heute schöne Lieder.

Wenn man gedanklich auf Rügen ist, ist Hiddensee nicht weit. Daraus ergibt sich ein weiteres Stammtisch-Thema. Auf den Spuren des Hiddensee-Buches von Käthe Miethe und der dazugehörenden Bilder von Gerhard Vetter soll in China ein Stück deutsche Ostsee vorgestellt werden. Dazu gab es kürzlich erste Aktivitäten. Das Projekt dürfte für unsere Region interessant werden. Für Neugierige: ein erster Beitrag darüber kann unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=nqlwyTxpaWQ abgerufen werden (man sollte sich dafür aber eine ruhige halbe Stunde reservieren, das Video ist 31 Minuten lang).

Unsere Bitte um Mithilfe beim Vorausplanen weiterer Stammtische (was interessiert ?, wer will mitmachen?, wer kann was übernehmen?) möchten wir mit der angehängten Liste konkretisieren. Zu Diskussionen und Absprachen laden wir ab März zum Arbeits-Kaffeetrinken ein: jeden 3. Montag im Monat, 15 Uhr, Malchens Café, erstmals zum 14.03. Vorschlag für den nächsten Stammtisch: Käthe Miethe zu Althäger Themen in deutschen Zeitungen – eine Fortsetzung zu den „Fundstücken“ von den 6. Käthe-Miethe-Tagen.

Zu diesen Tagen am 11. und 12. März möchten wir Sie mit dem Plakat im Anhang herzlich einladen. Zum Umtrunk am 11. März hat Frau Saatmann für uns eine Überraschung(!) vorbereitet.

Im Anhang finden sich außerdem noch Noten und Texte „unserer“ Lieder und als „Vorabdruck“ aus dem nächsten Infoblatt eine halbe Seite, auf der unser Stammtisch vorgestellt wird


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