Lesung und Gespräch mit Dr. Marlis Hübner
Nun haben wir sie zu Gast, die Lyrikerin Dr. Marlis Hübner, seit Jahren ansässig in Niehagen. Aus dem Brandenburgischen stammend, studiert in Halle/Saale, hat sie über 40 Jahre als Juristin gearbeitet.
Schon lange schrieb sie nebenbei Gedichte und Kurzgeschichten. Dabei setzt sie sich stets mit der jeweiligen Zeit, mit ihrer Umgebung und den Menschen auseinander. So auch in den beiden Bänden „Sehnsucht trifft Seele“ (2021, 2. Auflage 2025) und „Wortrausch am Meer“ (2024), von denen sie uns letzteren vorstellen möchte.
In ihrem Essay „Oma Alwine war immer da“ haben wir vorab schon vieles aus der Geschichte ihrer Familie erfahren, aus einer heute für uns untergegangenen Welt
„Wortrausch am Meer“ – ein gut gewählter Titel, Marlis Hübner nahm uns gleich mit in die Diskussion darüber. Gut, wenn man sich dazu als Autor mit einem Verleger, Drucker, Lektor austauschen kann. Da waren Voigt & Kranz wohl auch gute Disputanten.
An diesem Abend machte sie uns, insgesamt kamen 36 Zuhörer, nicht nur mit diesem Buch bekannt, das 2024 erschien, sondern auch mit ihrem „Erstling“ „Sehnsucht trifft Seele“ von 2021. Dazu las sie noch aus „Oma Alwine war immer da“, einer Geschichte, in der sie das Leben ihrer 1892 geborenen Oma Alwine beschreibt und die bei Chrismon.de nachzulesen ist, ihre Erinnerungen an ein Leben auf dem Bauernhof, an eine inzwischen fast vollständig untergegangene Zeit. Chrismon ist als Monatsmagazin der Nachfolger der
Deutschen Allgemeinen Sonntagszeitung, die die EKD seit 1948 herausgab, und erreicht heute als Beilage großer Zeitungen jeweils über 1,5 Millionen Leser. Solch einen großen Leserkreis muss man erst einmal haben, Glückwunsch!
Die Gedichte schlugen uns gleich in ihren Bann. Angesiedelt oft am Meer, meist kurz, dortige Besonderheiten beschreibend, oft mit Wortspielereien, auch mit „alten“ Worten läßt sich gut spielen, fanden wir uns in unserer Welt wieder, der hiesigen. Dazu trugen auch Fotografien bei, sparsam eingesetzt, ergänzend, Bekanntes bisweilen unter einem neuen Blickwinkel erlebend.
Wieder ein Abend mit Lyrik, schon der zweite in diesem Jahr, wobei vom ersten bereits eine Fortsetzung angedacht ist


