mit Dr. Wolf Karge, Schwerin, und Hans-Günther Pawelcik, Worpswede
Wie bereits beim letzten Stammtisch verabredet, nehmen wir im Rahmen unseres 18. Stammtisches an der Vorstellung des Taschenbuches „Ahrenshoop – Künstlerkolonie zwischen Meer und Bodden“ von Dr. Wolf Karge teil.
In der Ankündigung des Buches in der edition.fischderhuder.kunstbuch des Verlages Atelier im Bauernhaus heißt es:
„Passend zum Jubiläumsjahr wird der Versuch unternommen, 125 Jahre wechselvoller Kunst- wie Ortsgeschichte- und durch die politischen Ergebnisse in all den Jahren – historische Dimension bündig und komprimiert zusammenzufassen.
Dass hierfür der in Mecklenburg und Vorpommern anerkannte promovierte Historiker Wolf Karge gewonnen werden konnte, ist einerseits ein Glücksfall, andererseits auch der Stetigkeit des Verlages Atelier am Bauernhaus an der Kunstgeschichte des Dorfes seit über 27 Jahren geschuldet. Wolf Karge war 1989 (!) – damals noch als Direktor des Kulturhistorischen Museums Rostock tätig – der eben den ersten Versuch nach der Wende über Ahrenshoop als Künstlerkolonie in eben diesem gleichen Verlag verfasste. In diesem Buch wird deutlich, wie stark sich die Geschichte Ahrenshoops mit der Kunstgeschichte des Dorfes verquickt.Kunstgeschichte des Dorfes verquickt.
Ein besonderes Merkmal und Anliegen dieses Buch ist auch, die Jahre nach 1945 mit der Gründung der DDR und dessen Folgen und Ereignissen in Ahrenshoop herauszuarbeiten. Das ist ein durchweg neuer Ansatz, der sich nach 27 Jahren vereintem Deutschland nahezu aufdrängt und notwendig wird.“
„Käthe-Miethe-Stammtisch einmal anders“ hatten wir die Pressemitteilung genannt, die dann aber in der Ostsee-Zeitung offenbar keinen Platz fand. Schade!
Aber: Im Dünenhaus wurden die Stühle knapp, allein 18 „Stammtischler“ kamen. Auch inhaltlich erlebten wir ein volles Programm. Der Kurdirektor eröffnete, Herr Wegscheider rief die bisherige Ahrenshoop-Literatur noch einmal in Erinnerung und Herr Fischer begrüßte uns am Kamin, mitten in seiner Gemäldesammlung der alten Ahrenshooper Maler. Wenige Meter weiter, in der neuen/erweiterten Fischerwiege, liefen letzte Proben für einen weiteren Höhepunkt der gegenwärtigen Festwoche: die Wiederaufführung des Theaterstücks „Die Ahrenshooper“ von 1893.
Die anschließende Vorstellung des Taschenbuches „Ahrenshoop – Künstlerkolonie zwischen Meer und Bodden“ durch Verleger und Autor machte besonders die Intentionen deutlich, die dieser weiteren Aufhellung einzelner Entwicklungsabschnitte der Künstlerkolonie zugrunde lagen. Herr Pawelcik als Verleger erläuterte uns dabei seine Beweggründe, Ansprüche und Methoden einer Herstellung hochwertiger Kunstbücher, die heute eher selten geworden sind. Dr. Karge als Autor beschrieb jede der bisherigen vier Künstlergenerationen, die ihre Arbeit mit Ahrenshoop verbunden haben, und konnte dabei auf manch neue Details verweisen, die bisher unbeachtet geblieben waren.
Die anschließende Diskussion wünschte man sich fortgesetzt, die späte Tageszeit setzte an diesem Abend Grenzen. Das können wir bei passender Gelegenheit in Malchens Café auf unsere Tagesordnung setzen. Bei vergangenen Stammtischen waren wir u.a. auch mit Themen aus der Zeit nach 1945 beschäftigt, die diese neue Publikation ebenfalls aufgreift. Da sind jetzt neue Anregungen hinzugekommen. Vielleicht lassen sich diese Mosaiksteinchen zu weiteren Fassetten für die Bilder zusammensetzen, die wir bisher von den damaligen Akteuren haben.
Mit einem Dankeschön für die vielseitige Unterstützung des Projekts bedankte sich am Schluss Herr Pawelcik mit einem Buchgeschenk an die anwesenden „Unterstützer“. Danke!
Zahlreiche Anwesende machten von der Möglichkeit gleich ein Exemplar zu erwerben Gebrauch und ließen es sich auch noch vom Autor signieren.


