Wenn blau es leuchtet -Hühnergötter, Meer- und Himmelsblau ziehen uns nach Norden – Episches und Lyrisches zu dieser Farbe

mit Heidi Bergmann, Zwickau


Wir freuen uns Frau Bergmann wieder bei uns begrüßen zu können. Während ihres Urlaubs in der angestammten Heimat möchte sie zu einer „blauen Stunde“ einladen und mit uns die Seele baumeln lassen.

Es erwarten uns lyrische und epische Betrachtungen einer „Fast-Fischländerin“, wie sich Frau Bergmann nennt, die in Wustrow als Heidi Bradhering auf die Welt kam.

Gespannt können wir diesmal auch auf Vertonungen einzelner Werke sein.


Wir, die 22 Anwesenden, kamen zu einer wahrhaft blauen Stunde zusammen, in mehrfacher Hinsicht. Heidi Bergmann hatte uns zum „Seele baumeln“ eingeladen. Die Sonne schien schon so fleißig vor der eigentlichen blauen Stunde in Malchens Café, dass wir sie sogar zeitweilig mit Jalousien daran hindern mußten.

Nach mehreren Texten, Gedichten und Anekdoten zu Hühnergöttern, die manchmal unsere bisherigen Vorstellungen über deren „Anwendungen“ erweiterten, beschäftigten wir uns – gemeinsam – mit der Farbe Blau, die uns zunächst aus Heidi Bergmanns Gedichten, Texten und einer langen Zusammenstellung über den Gebrauch dieses Wortes in den unterschiedlichsten Gebieten entgegenkam. Zunächst dominierten das Himmelsblau und das Meeresblau, bezogen auf das Fischland und – natürlich – auf den Bakelberg. Zu dem hat Heidi Bergmann, wie wir schon aus unserer ersten Zusammenkunft vom Juni 2016 wissen, eine ganz besondere Beziehung. Die hat sich inzwischen auch „weiterentwickelt“, zumal zu der bisherigen abstrakten Skulptur auf dem Berg eine ganz konkrete hinzugekommen ist. Müller-Kaempff steht dort überlebensgroß an der Stelle, von der aus er erstmals auf Ahrenshoop blickte.

Das brachte uns für den nächstjährigen – zugesagten – Stammtisch mit Heidi Bergmann auf den Gedanken, diesen auf den Bakelberg zu verlegen, wieder zu einer blauen Stunde, dann aber im Vergleich zum derzeitigen mit viel Schweiß zu absolvierenden Stammtisch mit etwas moderateren Temperaturen, unter 30 Celsiusgraden. Eine Herausforderung, aber eine schöne.

In einem anschließenden kurzen Rück- und Vorblick sprachen wir verschiedene Themen an:

Leider werden wir einen bereits angedachten Stammtisch mit Marianne Clemens nicht mehr realisieren können, sie verstarb kürzlich. Mit ihren Büchern wollen wir uns im nächsten Jahr beschäftigen, auch mit den Erinnerungen ihres Vaters.

Von Prof. Dr. Grote bekamen wir zwei Bücher von Käthe Miethe geschenkt. Wir freuen uns, dass sie hier in Malchens Café im Wandbord ihren Platz finden können und wollen sie dazu noch mit einer Widmung versehen.

Staatssekretär Dahlemann teilte uns mit, dass unser Buchprojekt „Die Herrgottsuhr“ mit einem Betrag von 2000 € aus einem Fond gefördert wird.

Nachdem der Teil 1 unserer 5-teiligen Hommage zum 125. Geburtstag von Käthe Miethe in der letzten Woche erfolgreich verlaufen ist, rufen wir auch für die nächsten Teile zu aktiver Mitarbeit auf, z.B. zur Bereitschaft kurze Textbeispiele zu lesen bei Teil 2 – Übersetzerin von Büchern nordischer Autoren (Juni), Teil 3 – Journalistin mit Beiträgen im deutschen Feuilleton (Juli), Teil 4 – Autorin und Herausgeberin von Heimatbüchern (August), Teil 5 – Gesamtleistung und ihr heutiger Nachhall (September).


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