Mein Zugang zur Schriftstellerin Käthe Miethe – Erinnerungen von Jochen Denzin an seine Patentante

Vortrag und Lesung mit Elke Erdmann, Wieck a.d. Darß

Jochen Denzin (1938 – 2024) war das Patenkind von Käthe Miethe. Er erbte
die Althäger Büdnerei 54, in der die Schriftstellerin bis zu ihrem Tod 1961
wohnte. In den 1990erJahren richtete er das Haus so her, dass er schließlich
anfangs im Sommer, später gänzlich darin wohnte. Er hielt sich von den
jährlichen Käthe-Miethe-Tagen und den Stammtischen fern, doch beteiligte er sich an dem 30-minütigen Filmporträt „Auf den Spuren von Käthe Miethe“, das die Kurverwaltungen Ahrenshoop und Wustrow 2021 produzieren ließen. Um so interessanter sind die postum veröffentlichten Erinnerungen an seine Patentante aus denen Elke Erdmann liest



Für den Stammtisch begann ein neuer Zeitabschnitt. Wir haben uns von nun an mit dem Kunstmuseum verbunden, werden willkommen geheissen, haben gute Rahmen Bedingungen und fühlen uns wohl.

Elke Erdmann eröffnete unser erstes Jahr im Kunstmuseum mit der Vorstellung des von Jochen Denzin nachgelassenen Manuskripts „Mein Zugang zur Schriftstellerin Käthe Miethe“. Dieses Thema hatte 44 Teilnehmer zum Kommen animiert, womit das Auditorium gut gefüllt war. Wir hörten viele Einzelheiten über die B 54 vor allem aus der Zeit nach Käthe Miethes Tod, über Rechtliches, bauliche Ertüchtigungen, Arbeiten und Leistungen der daran Beteiligten, sogar über die Anzahl geleisteter Arbeitstunden und durchgeführter PKW-Fahrten, über die neue Seele, die dem Haus nun innewohne, das eine Begegnungsstätte für viele Gäste wurde. Da Elke Erdmann zu diesem Gästekreis gehörte, konnte sie zwischen den Zeilen manch Interessantes dazu erzählen. Alles war sehr interessant, da vieles davon erstmals einer breiteren Dorföffentlichkeit publik gemacht wurde. Wir selbst zählten durch den Bannstrahl eines Haus- und Hofverbots in der Vergangenheit nie zum Kreis der Eingeladenen, kannten aber viele Dinge bereits aus dem Buch von Viergutz/Dillwitz über die Althäger Büdndereien und natürlich aus “Unterm eigenen Dach“.

Vom gewählten Thema her hofften wir dagegen mehr über den „Zugang“, den wir inhaltlich verstanden hatten, zu erfahren, den der Patensohn zur schriftstellerischen Arbeit seiner Patentante gesucht und gefunden hat, was sich allerdings als Fehlanzeige erwies.

Abschließend verlasen wir einen Nachruf auf den am 19.04.2024 verstorbenen Jochen Denzin, den die Berliner Akademie für weiterbildende Studien e.V. auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. 2024 fand im September die 37. Berliner Sommer-Uni statt, über das Jahr werden monatliche Vorträge angeboten und es gibt Exkursionen. Jochen Denzin hat sich in diesem Verein über lange Jahre aktiv betätigt, mehrfach wurde er zum Vorsitzenden gewählt.

Damit wir ab jetzt die vereinbarte „Monatsmiete“ zahlen können, baten wir am Ende um Beachtung unseres Löbertopfes, den wir am Ausgang aufgestellt hatten. Wie sich zeigte, war das erfolgreich. Außerdem erhielten wir von Familie Berkenhoff aus Hamburg eine Spende von 50 €. Herzlichen Dank!

Cookie Consent mit Real Cookie Banner